Wort des Tages – Bude

Eine gemischte Tüte für`n Euro! Wort des Tages – Bude. Hast du schon mal das Wort Bude gehört? Oder Trinkhalle? Oder Büdchen? Nein? Aber sicherlich kennst du das Wort Kiosk. Ganz einfach gesagt, ist es eigentlich das Gleiche. Aber irgendwie ist eine Bude oder Trinkhalle im Ruhrgebiet doch was anderes.

Tag der Trinkhallen

Diese kleinen Kioske sind mehr als nur die Möglichkeit, nach Geschäftsschluss noch das einzukaufen, was man im Supermarkt vergessen hat. Sie gehören zum Ruhrgebiet wie die Lederhose zu Bayern. Sie sind ein elementarer Teil der Ruhrgebietskultur und prägen das Bild der Stadtquartiere. Jeder Bewohner hat seine Stammbude. Hier treffen sich Menschen zum Feierabend-Bier und man erfährt den neuesten Klatsch und Tratsch.

Tag der Trinkhallen

Und genau weil die Trinkhalle „umme Ecke“ diese besondere Bedeutung für die Menschen im Ruhrgebiet hat, gibt es nun am 25.08.2018 bereits zum zweiten Mal den „Tag der Trinkhallen“. Es gibt ein vielfältiges Programm an insgesamt 50 Trinkhallen und Buden im gesamten Ruhrgebiet. Das Programm umfasst unter anderem Konzerte, Filme, Comedy und natürlich das im Ruhrgebiet populäre Thema Fußball.
Natürlich nehmen auch die Buden von Dortmund am „Tag der Trinkhalle“ teil . Insgesamt könnt ihr an diesem Tag 18 Dortmunder Buden aufsuchen und das besondere Flair „anne Bude“ erleben.

Hier findet ihr alle weiteren Informationen und das gesamte Programm für den 25.08.2018

Aber woher kommen denn die unterschiedlichen Namen für einen Kiosk? Eine Bude ist das deutsche Wort für ein kleines, vielleicht nicht ganz so stabiles Haus. Und daher werden auch diese oft kleinen Läden auch Bude genannt – oder wer es noch kleiner möchte: Büdchen. Denn das „chen“ hinter einem Nomen ist eine grammatische Verkleinerungsform und macht den Begriff hinter dem es steht klein: Katze – Kätzchen = kleine Katze.

Zurück zu unseren Trinkhallen

Heißt die Trinkhalle vielleicht deshalb so, weil man hier etwas zu trinken kaufen kann? Ja... aber vielleicht nicht so, wie du meinst. Natürlich sind heutzutage Trinkhallen beliebte Anlaufstellen, wenn zu späterer Stunden mal die Getränke ausgegangen sind oder man ein „Wegbier“ (also ein Bier für den Weg zum Beispiel zur Party) kaufen möchte, aber der Ursprung des Wortes ist viel älter. Denn die Trinkhallen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von Mineralwasseranbietern errichtet. Vor allem in den Industriestandorten des Ruhrgebiets war das Leitungswasser ungenießbar und so wollte man der Bevölkerung sauberes und gut schmeckendes Wasser zur Verfügung stellen. Das erklärt auch, warum die Buden-Kultur so eng mit dem Ruhrgebiet verknüpft ist.

Na dann: Prost!

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