Tag der deutschen Einheit

Der 03. Oktober jeden Jahres ist der „Tag der deutschen Einheit“, der bundesweit – also in allen Bundesländern - gesetzlicher Feiertag ist.

Gesetzlicher Feiertag

Tag der deutschen EinheitGesetzlicher Feiertag bedeutet, dass die Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen geschlossen haben. Andere gesetzliche Feiertag sind zum Beispiel der 1. und 2. Weihnachtstag und der Ostersonntag und –montag. Doch warum gibt es einen deutschen Einheitstag und was genau wird hier gefeiert? Dieser Tag geht auf die Geschichte von Deutschland als zwei getrennte Staaten nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Jahre 1990 zurück. Das Wahrzeichen dieser Teilung ist bis heute die Berliner Mauer. Aber auch der Rest Deutschlands war von dem Konflikt zwischen West und Ost betroffen und hatte Auswirkungen auf beide der deutschen Staaten und ihre Bewohner. Zum Gedenken an die Wiedervereinigung 1990 wird in jedem Jahr der „Tag der deutschen Einheit“ begangen. Im folgenden Text werden kurz der geschichtliche Hintergrund der Teilung Deutschlands und die Ereignisse, die zur Wiedervereinigung geführt haben, beschrieben. Die Berliner Mauer: Vom Bau bis zum Fall

Tag der deutschen EinheitEin gemeinsames Deutschland existierte bis 1990 nicht. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden auf dem heutigen Staatsgebiet der Bundesrepublik zwei getrennte Staaten errichten: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Zunächst gab es zwischen dem Westen und dem Osten keine befestigte Grenze und die Menschen konnten relativ frei von einem Teil Deutschlands in den anderen wechseln. 1961 wurde die Berliner Mauer errichtet, die die Stadt Berlin in einen östlichen und einen westlichen Teil trennte. Zwar lag Berlin auf dem Staatsgebiet der DDR, jedoch war die Stadt nach dem Krieg in vier Sektoren eingeteilt: drei wurden durch die Alliierten (die USA, Großbritannien und Frankreich) und einer durch die Sowjetunion verwaltet. Die Menschen wurden vollkommen unvorbereitet von dem Beginn der Bauarbeiten an der Grenze überrascht, denn noch kurz zuvor hatte Walter Ulbricht, stellvertretender Ministerpräsident der DDR, behauptet, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Neben der Grenzlinie, die Berlin trennte, teilte eine innerdeutsche Grenze die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik. Durch diese fast 40 Jahre lang andauernde Trennung wurden auch Familien zerrissen. Denn ein Besuch des anderen Teil Deutschlands war nur in Ausnahmefällen und mit einer Sondergenehmigung gestattet. Die Bürgerinnen und Bürger in der DDR mussten eine strikte Überwachung durch den Staat und viele Einschränkungen in ihrem Leben hinnehmen. Dadurch, dass viele von ihnen mit den Lebensbedingungen unzufrieden waren, kam es immer wieder zu Fluchtversuchen, um in den Westen zu gelangen. Bei diesen Fluchtversuchen kam es immer wieder auch zu Verletzten und Toten. Schließlich steigerte sich die Unzufriedenheit mit dem staatlichen Kontrollsystem so weit, dass es Massenproteste gegen das Regime gab. Dieser Protest blieb jedoch glücklicherweise friedlich und die DDR-Führung ging nicht gegen die Demonstranten vor. Schließlich endeten die Proteste mit dem Fall der Berliner Mauer und somit auch mit der Öffnung der Grenzen am 09. November. Diese Ereignisse setzten den Prozess zur Wiedervereinigung in Gang. Seit 1990 ist die Bundesrepublik wieder ein gemeinsamer Staat. An das Ereignis der Wiedervereinigung erinnert man sich heute mit dem Feiertag „Tag der deutschen Einheit“, der jedes Jahr am 03. Oktober in ganz Deutschland gefeiert wird.

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